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Herwartstrasse 2, direkt
am Brenzursprung, gegenüber dem Rathaus Dauerausstellung: "Ich habe den Krieg verhindern wollen - Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939" Georg Elser versuchte mit seinem Attentat auf Adolf Hitler in das Rad der Geschichte einzugreifen. Die Elser Gedenkstätte beinhaltet die größte Dokumentation über den Königsbronner Widerstandskämpfer. |
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| Neben wertvollen zeitgeschichtlichen
Dokumenten sind auch die Verhörprotokolle vom Dezember 1939 einzusehen
und gewähren einen umfassenden Einblick in die Hintergründe des
Attentats. Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage: 11 bis 17 Uhr. |
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Eintritt: Außerhalb dieser Öffnungszeiten können jederzeit Führungen
für Gruppen vereinbart werden: |
| Forschungsstelle Georg Elser | |
| Die Georg Elser Gedenkstätte betreut in In-
und Ausland Studenten/innen und Schüler/innen, die wissenschaftliche
Arbeiten über Elser schreiben.
Nähere Auskünfte erteilt: |
| Georg Elser Tage | |
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Auf Initiative von Bürgermeister Michael Stütz will die Gemeinde
mit Vorträgen gezielt auf Themen wie Widerstand, Zivilcourage und
Menschenrechte hinweisen. |
| Veröffentlichungen: | |
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In einer eigenen Schriftenreihe gibt die Gedenkstätte Broschüren
heraus. Band 4 "Ein früher "Anwalt" Georg Elsers kommt
zu Wort - Ein früher "Anwalt" des Widerstandskämpfers Georg
Elser kommt in dieser Veröffentlichung der Königsbronner Gedenkstätte
ausführlich zu Wort. Es handelt sich um Hans Bernd Gisevius, einen
an der Verschwörung beteiligten Chronisten des 20. Juli 1944, der
schon bald nach dem Zusammenbruch von 1945 vehement die Ansicht vertrat,
Elser sei ein Alleintäter aus lauteren Motiven gewesen. Eröffnet wird dieser fünfte Band der Schriftenreihe von einem bisher einmaligen Plan von Königsbronn, den der Stuttgarter Architekt Thorsten Thiel anfertigte und auf dem alle Elser-Stätten der Gemeinde verzeichnet sind. Es folgen Beiträge, die Renz im Laufe der letzten Jahre über Elser veröffentlicht oder vorgetragen hat. Dazu zählen eine ausführliche Betrachtung der Beziehung Königsbronn - Elser sowie zwei Vorträge, die Renz bei der Präsentation der Elser-Briefmarke in Königsbronn hielt.
Weitere Informationen: Als Referentin sprach die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau Prof.
Dr. h. c. Barbara Distel über den Häftling Elser. Dabei zeichnete
die versierte Historikerin den Weg Elsers von seiner Festnahme in Konstanz
über die Verhöre in München und Berlin, der ab 1940 als
Sonderhäftling im Zellenbau des KZ Sachsenhausen und ab 1945 in Dachau
in Isolationshaft nach. Zahlreiche Quellen zitierte Dr. Distel und konnte
in ihrem Vortrag ein Bild der fürchterlichen Verhöre anhand
von Zeugenaussagen geben. Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg nutzte den feierlichen
Rahmen um Manfred Maier vom Georg Elser Arbeitskreis Heidenheim mit der
Bürgermedaille der Stadt Heidenheim auszuzeichnen.
Ein besonderes Anliegen der Syrgensteinerin Marianne Lutz, Betriebsratsvorsitzende der Margarete Steiff AG und langjähriges IG Metall Vorstandsmitglied ist es, die Geschichte und Lehren des Dritten Reiches der jüngeren Generation zur Mahnung und zur Aufarbeitung weiter zu vermitteln. Aus diesem Grund verzichtete sie auf einen Empfang, den die IG Metall anlässlich ihres 60. Geburtstages geben wollte und spendete den Betrag der Georg Elser Gedenkstätte. Marianne Lutz ist seit 30 Jahren im Betriebsrat tätig und seit 23 Jahren Vorsitzende des Betriebsrates der Margarete Steiff AG. Ehrenamtlich ist sie in verschiedenen Spitzengremien der IG Metall, u. a. dem Hauptvorstand tätig. Aus diesem Grund hätte sie Anspruch auf eine besondere Ehrung, die Marianne Lutz aber bewusst ausschlug. Zusammen mit den IG Metall Bevollmächtigten Andreas Strobel und Rudi Neidlein beschloss sie, 3.000 € der Georg Elser Gedenkstätte zu spenden. Sie selbst ist in den letzten Tagen des Krieges geboren und aufgewachsen in einer Zeit, in der man über das Dritte Reich nicht mehr reden wollte. "Schwätz nicht, frag nicht, ich will von der ganzen Politik nichts mehr hören", waren die Standardantworten, die Marianne Lutz in den Nachkriegsjahren auf ihre Fragen erhielt. Sie selbst entstammt dem Arbeitermilieu und war deshalb von der Person des ebenfalls aus diesem Milieu stammenden Georg Elser fasziniert. An seinem Beispiel, so Marianne Lutz, erkennt man, dass man auch in schwierigen Zeiten Zivilcourage zeigen muss. Wenn der Einzelne es will, kann er auch etwas bewegen. Ein besonderes Anliegen ist für die Gewerkschafterin Marianne Lutz die Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reiches. Der Jugend soll dies als Mahnung dienen, auf keinen Fall aber darf Hass geschürt werden. Man muss immer auch das jeweilige Umfeld betrachten. Mit ihrer Spende sollen auch Jugendprojekte gefördert werden. Jugendliche sollen zum Multiplikator werden und verhindern, dass politische Randgruppen in Deutschland wieder Auftrieb erhalten. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung auf die Königsbronner Gedenkstätte. Andreas Strobel hebt die Bedeutung der Geschichtsaufbereitung vor Ort hervor. "Es soll unserer Jugend ermöglicht werden, sich mit der Geschichte auseinander zu setzen". Er hält die junge Generation keineswegs für pessimistisch, sie muss nur richtig motiviert werden. Für dieses Ziel, so Rudi Neidlein, ist diese Spende einzusetzen. "Aufgaben und Ziele hat die Gedenkstätte noch genug",
bedankte sich Bürgermeister Michael Stütz bei den drei Funktionären
der IG Metall für deren großzügige Unterstützung.
Er könne sich für Jugendliche ein Projekt über die Folgen
des Verhaltens von Hitlerjungen in Brettheim gut vorstellen. Neben einem
Seminar über den unbekannten Widerstand ist auch wieder ein neuer
Band der Gedenkstätte in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Journalisten
Ulrich Renz geplant. Aus diesem Grund ist die finanzielle Unterstützung
für die Gemeinde sehr bedeutsam. Soldatenmütter Russlands erhalten Georg Elser Preis 2005
Die Auszeichnung fand im historischen Ratssaal der Freien Hansestadt Bremen statt. Mit der Auszeichnung würdigte das Komitee die Arbeit der Soldatenmütter Russlands. Sie treten Misshandlungen in der russischen Armee entgegen, unterstützen Wehrdienstverweigerer und Deserteure und tauschen mit Tschetschenischen Frauen Gefangenenlisten aus. Schockiert folgten die Anwesenden den Berichten brutalster Verhaltensweisen, denen junge russische Wehrpflichtige scheinbar wehrlos ausgesetzt sind. Die Soldatenmütter sind inzwischen eine Institution, die Tausende junger Menschen in Russland während ihrer Wehrzeit begleitet, ihnen mit Rat und vor allem mit Rechtsbeistand zur Seite stehen. Sie decken Todesfälle auf - die russische Armee hat eine enorme Zahl an Selbstmorden- und gehen gegen seelische und körperliche Misshandlungen vor. Der Senator für Bildung und Wissenschaft Willi Lemke sprach als
Hausherr in seiner Begrüßungsrede davon, dass es Bremen gut
anstehe, sich an Elser und seine Tat zu erinnern. "Wie Elser müssen
auch wir Rückrat zeigen und zu den Werten stehen, auf die wir uns
besinnen". Sonia Mikich, Redakteurin des WDR würdigte in ihrer
Laudatio die Verdienste der Soldatenmütter. Der Schirmherr der Veranstaltung
Bürgermeister a.D. Hans Koschnik hob die Wichtigkeit hervor, Menschenrechte
in Mittelpunkt des Handels zu stellen. Valentina Melnikova und Nina Ponomareva
erhielten von Hans Koschnik stellvertretend für die Soldatenmütter
Russlands den Georg-Elser-Preis 2005 verliehen. Erfahrungsaustausch der Elser-Initiativen Im Rahmen der Preisverleihung 2005 kam es auch zu einem Treffen der Elser-Initiativen
in Deutschland. In Vertretung des terminlich verhinderten Bürgermeisters
Michael Stütz nahm sein Stellvertreter Walter Macher an dieser Arbeitstagung
teil. Dabei berichteten die Initiativen aus Heidenheim, Bremen, Konstanz,
München und Berlin von ihren jeweiligen Aktivitäten. Im April
dieses Jahres wurde in Berlin unter anderem vom ersten Preisträger
des Elser-Preises, dem Berliner Pfarrer Jürgen Quandt eine Elser-Initiative
gegründet, die in 2 Jahren den Preis verleihen wird. Walter Macher
berichtete von den Aktivitäten der Königsbronner Gedenkstätte.
So ist u.a. am 18. Februar 2006 in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale
für politischen Bildung ein Tagesseminar über den regionalen
Widerstand in Stuttgart, Brettheim, Konstanz und Mössingen geplant.
Das Ergebnis der neuesten Forschungen wurde im Band 6, "Elsers Abschied"
dokumentiert. Ein druckfrisches Exemplar wurde den Teilnehmern verteilt.
Dem Schirmherr dieser Veranstaltung, Bürgermeister a.D. Hans Koschnik
überreichte er eine von Franz Holdenried gegossene gusseiserne Elser-Plakette.
Alle Initiativen stimmten dem Bremer Antrag zu, die Königsbronner
Gedenkstätte in den Mittelpunkt des Netzwerkes der Elser-Initiativen
zu stellen. Die beachtenswerte Schriftenreihe der Gedenkstätte soll
um Beiträge aus den einzelnen Städten erweitert werden. Viel
Lob erhielt auch die Homepage des Georg-Elser -Arbeitskreises Heidenheim
und vor allem Web-Master Peter Koblank. Sie ist im Internet unter www.georg-elser-arbeitskreis.de
zu finden.
Während es seit langer Zeit selbstverständlich ist, dass Schulklassen unserer Schule die Gedenkstätten in Dachau, Ulm oder Sachsenhausen bei Berlin besuchen und im Geschichtsunterricht über die Konzentrationslager und Gedenkstätten in Auschwitz gesprochen wird, ist die Gedenkstätte in Brettheim vielen noch weitgehend unbekannt. So war es auch das erste Mal, dass Realschüler der Georg-Elser-Schule Königsbronn diese Gedenkstätte bei Crailsheim in Begleitung von Dorothea Wagner und Otto Hangleiter besuchten und mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck erhalten haben über eine Tragödie, die sich dort wenige Tage vor Kriegsende ereignet hat. Mit Straßensperren und Panzerfäusten sollten vier Hitlerjungen den kleinen Ort gegen die einrückenden Amerikaner verteidigen. Sie wurden von mutigen Männern des Ortes entwaffnet und ihre Waffen in den Dorfteich geworfen. Einer dieser Männer stellte sich und wurde zum Tode verurteilt. Da der Bürgermeister und der NS-Ortsgruppenleiter sich weigerten, das Todesurteil mit zu unterschreiben, wurden sie ebenfalls zum Tode verurteilt. Alle drei erhängte die SS an den Linden am örtlichen Friedhof. Da in den folgenden Tagen aufgrund dieser Exekution kurz vor dem Einrücken der Amerikaner sich niemand mehr getraute, auf dem Kirchturm die weiße Flagge zu hissen, wurde der Ort von amerikanischen Flugzeugen zusammengeschossen: 85 % der Gebäude waren zerstört, es gab 17 Tote. Als dritte Heimsuchung für die Brettheimer bezeichnete Friedrich Braun in seiner außergewöhnlichen und für die Königsbronner sehr beeindruckenden Führung die Tatsache, dass in den 50-er Jahren alle für diese Tragödie Verantwortlichen von westdeutschen Gerichten mehrfach freigesprochen wurden. Der Film, welcher in der Gedenkstätte gezeigt wurde, entstand als
Projekt einer Schülergruppe der Realschule in der Nachbarstadt Rothenburg.
Möglich wurde diese Exkursion, aufgrund einer Spende von Marianne Lutz aus Syrgenstein. Im vergangenen Jahr erhielt die Georg Elser Gedenkstätte von Marianne Lutz , Betriebsratsvorsitzende der Margarete Steiff AG und langjähriges IGM-Vorstandsmitglied, ein Geldspende in Höhe von 3.000 € mit dem Ziel, diese Geld u. a. auch für die Jugendarbeit einzusetzen. Daraufhin unterbreitete die Gemeinde den Schulen in der Umgebung das Angebot, Exkursionen zu Gedenkstätten mit zu finanzieren.
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