Uganda-Hilfe | Katholische Kirchengemeinde

In der Missionsstation
Seegartenhof 1
89551 Königsbronn
Ortsteil: Königsbronn

Vorsitzende(r):
Frau Helene Dingler
07328 6367
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Vereinsporträt
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Vereinsporträt

Herzlich willkommen auf unserer Homepage

Wir sind die „Uganda-Hilfe“ Königsbronn-Oberkochen und unterstützen seit über 23 Jahren die Comboni-Missionare in Norduganda an verschiedenen Stationen


Zuerst ein Hinweis: Wichtige Termine (Vorträge, Basare, Aktionen usw.) finden Sie ganz unten bei  "Wichtiges/Besonderes/Termine"


Die Uganda-Hilfe Königsbronn ist ein ökumenisches Team um Helene Dingler, angegliedert an die Kath. Kirchen­gemeinde Königsbronn, die auch die Spendenquittungen für finanzielle Hilfe ausstellt. Seit über 23 Jahren werden in Nord-Uganda Missionsstationen und Hospitäler der Comboni-Missionare sowie seit Kriegsende 2007 verschiedene Health-Center von Schwestern und die große Handwerker­schule in Gulu unterstützt.
 
Die Hilfe begann 1996, als Helene Dingler Comboni-Missionar Pater Josef Gerner bei einem Dia-Vortrag kurz vor seiner Ausreise ins Kriegsgebiet nach Uganda kennenlernte. Sie begann mit Floristikverkäufen auf Bauernmärkten und später, als sich ein Team um Frau Dingler bildete, kamen andere Aktionen wie Dia-Vorträge, Tombolas, Schulveranstaltungen usw. zur Geldbe­schaffung dazu, auch ein Spenderkreis wurde aufgebaut.
    
Von der Uganda-Hilfe wird das St. Josephs Hospital mit guten Verbandsstoffen und medizinischem Bedarf unterstützt, ebenso wird z.Zt. der Bau der neuen Schwestern- und Hebammenschule mitfinanziert. Außerdem eine Krankenstation mit Entbindungsheim in Bweyale, wo vor allem sozial Schwache und Flüchtlinge aus dem Kongo von Sr. Hellen Akumu und ihren Mitarabeitern versorgt werden.

Auch eine Mädchenschule, die St. Theresia Girlsschule in Kalongo von Sr. Josefine Akera mit 900 Schülern, von denen 260 Waisen und Halbwaisen sind, wird von der Uganda-Hilfe unterstützt.
  
Ein besonderes Anliegen ist die große Handwerkerschule in Gulu (Leiter Comboni-Missionar Br. Konrad Tremmel), in der ca. 300 Lehrlinge in fünf Berufen eine dreijährige Ausbildung machen. Sie alle haben hinterher die Möglichkeit einer besseren Zukunft für sich und ihre Familien. Mit finanzieller Unterstützung können Kleinwerkstätten gegründet werden.
 
Ehemalige Kindersoldaten, Waisen und Azubis aus sozial schwachen Familien werden mit Schulgeld unterstützt, ebenso werden Bauvorhaben, Maschinen und Werkzeug finanziert. 
Zur Zeit werden dort auch 45 Behinderte, darunter 15 Taubstumme ausgebildet. Außerdem bekommen 50 junge Flüchtlinge aus dem Südsudan eine Ausbildung als Anlernkräfte.

Helene Dingler ist in ständiger Verbindung mit den Comboni-Missionaren vor Ort und be­sucht regelmäßig die Stationen in Nord-Uganda. 

Die Geldspenden werden vor allem immer da eingesetzt, wo es am Notwendigsten ist. Nachdem Uganda 1,7 Mio. Flüchtlinge aus dem Südsudan und dem Kongo aufgenommen hat, sind die Preise für Nahrungsmittel enorm gestiegen. Dazu kommen auch Ernteausfälle durch Trockenheit.   


23 Jahre Uganda-Hilfe an verschiedenen Stationen Nord-Ugandas und Südsudan

 
P. Josef Gerner
Landrover, Mitfinanzierung von Kirchenbau und Renovierung sowie von verschiedenen Schulen, Schulgelder, Lehrergehälter, Neubau Mädchen-schlafsaal, Finanzielle Hilfe für Eingliederung und Unterkunft für ehemalige Kindersoldaten/innen, ca. 400 Stockbetten und Schulmöbel für verschiedene Schulen, Zäune um Schulen, ca. 80 Ochsengespanne und –pflüge, Brunnenbau, Nahrungs-mittelhilfe, viele Hilfspakete mit dem Nötigsten für Waisen, Behinderte und Kriegsopfer. 
 
St. Josephs Hospital Kitgum 
Unterkunftshaus für Frauen vor der Entbindung, Mithilfe beim Neubau Schwestern- und Hebammenschule, Dummy für Hebammenschule, Ultra-Schallgerät, Mikroskop, viele Pakete mit Verbandstoffen, Medikamente, Mithilfe beim Bau der Schwestern- und Hebammenschule.
 
Br. Elio Croce - Lacorhospital und Waisenhaus St. Jude Gulu 
Waisenhaus Villa Cornelia, Endoskop für Kinder (Fa. Storz), Studiengebühren für Medizinstudent (Fam. Kost), Wasserpumpe, Hilfspakete für Waisen.
  
Br. Günther Nährich - St. Kizito Hospital Matany 
Röntgengerät (Bundeswehr), Deckel für Wassersammelbecken, Notfallaggregate (Bonz), Unimog, Lastwagen (Öfele), finanzielle Unterstützung für Nahrungsmittelhilfe für Kinderstation.
 
Br. Konrad Tremmel – Handwerkerschule Gulu 
Neue Metallwerkstatt (Margarete-Müller-Bull-Stiftung), Reifenauswuchtungsgerät mit Kompressor, Brikettiermaschine, Maschinen von der Seelsorgeeinheit Lonetal, verschiedenes Werkzeug und Ersatzteile, Ausbildungshilfe (Sternsinger Oberkochen), finanzielle Unterstützung zur Ausbildung und Gründung von Kleinbetrieben für ehemalige Kindersoldaten/innen und Waisen, Finanzierung eines Unterkunfts- und Studienhaus mit Unterstützung von Daimler ProCent
 
Sr. Hellen Akumu
Schlafsaal in Apac für 260 Gehörlose (viele Waisen) – mit Sternsinger finanziert.
Im Health-Center in Sr. Maurice Gulu Solaranlage, Hilfsgüter mit dem Nötigsten (Waisen)
Im Health-Center mit Entbindungsheim St. Jude Karungu: Solaranlage, Entbindungsbetten, Rollstühle, Medizinische Geräte, Matratzen, Hilfspakete mit dem Nötigsten, Schulgeld für Waisen, Staffhouse (gespendet Öfele), Wasserversorgungsprojekt (Margarete-Müller-Bull-Stiftung), Ambulanzfahrzeug
 
Sr. Florence Chandia, Arua – Krankenstation mit Entbindungsheim 
Mikroskop (ZEISS), Kleine Solaranlage für Krankenstation, große Solaranlage für Entbindungsheim und Schwesternhaus mit Kühlschrank für Medikamente, Hilfspakete mit dem Nötigsten.
 
Sr. Josefine Akera - Girlsschule Kalongo
Speisehausrenovierung und neues Dach (unsere Hilfe zählt), neues Küchenhaus (Kost), Fenster für Mädchenschlafsaal, Hilfspakete mit dem Nötigsten, Renovierung des maroden Verwaltungsgebäudes.
   
Br. Bernhard Hengl - Südsudan 
Finanzielle Unterstützung zum Kauf von Nahrungsmitteln für Hilfstransporte zu den Menschen in den Sumpfgebieten, Generatoren, Kompressor, große Hilti, verschiedenes Werkzeug.
 
 

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Frühlingsbrief 2020
Corona-Rundbrief Mai 2020
Damit Menschen wieder Hoffnung haben

Liebe Freunde, Helfer und Spender der Uganda-Hilfe

unser Frühlingsbrief kommt dieses Jahr viel später als sonst. Zwei Gründe gibt es: Die Corona-Krise und meine Uganda-Reise. Beim Co­rona-Ausbruch im März wollte ich keinen Brief verschicken, denn da hatten die Leute andere Sorgen. In dieser Zeit wurde auch unsere geplante Uganda-Reise abgesagt und somit hat sich auch ein Reisebericht erledigt. Visa und Flugtikets waren gebucht und es wäre so wichtig gewesen, jetzt mal wieder vor Ort zu sein.
Die neue Schwestern- und Hebammenschule des St. Joseph Hospitals ist so ziemlich fertig, es fehlt nur noch ein Waschhaus. Doch keiner weiß, wann sie überhaupt eröffnet werden darf. In der St. Theresia Girlsschool Kalongo sind die Renovierungsarbeiten der Klassenzimmer fertig und die Abrechnung liegt bereit. Auch in den anderen Stationen, die wir unterstützen, hätte es viel zu erledigen gegeben. Nun müs­sen wir einfach abwarten und sehen, wann überhaupt wieder eine Reise möglich ist.
Auch unsere großen Frühlingsbasare, die gut vorbereitet waren, wurden abgesagt, was sehr schade war. Sie hätten unsere Spendenkasse wieder gut gefüllt. Hoffen wir mal auf Herbst und Advent.

Nun die Infos zur Corona-Krise in Uganda:

Br. Konrad Tremmel, Leiter der Handwerkerschule, schreibt:

Liebe Freunde in der Heimat,
einen Gruß an Euch aus Uganda. Corona hat uns alle im Griff und wir mussten, wie auch alle anderen Schulen, Einrichtungen und Werk­stätten, unseren Betrieb schließen. Die Straßen sind wie leer gefegt und ich darf als einziger mit einer bestimmten Genehmigung mit mei­nem Auto die Missionsstation und Schule verlassen. Nun wurden weitere Wochen Ausgangssperre beschlossen, damit der Virus besser unter Kontrolle gehalten werden kann. Wir haben im ganzen Land 160 registrierte Fälle, aber keine Toten, und wir wissen aber nicht, wie viele schon infiziert sind.  Die Situation ist angespannt und wir sind alle verunsichert. Nachdem die Geschäfte und öffentlichen Verkehrs­mittel geschlossen wurden, sind auch die Einnahmequellen für die Menschen begrenzt. Nahrungsmittel werden immer knapper und die Preise sind in die Höhe geschossen. Leute haben nicht genug zum Essen und von daher gibt es große Unzufriedenheiten und Spannun­gen unter den Leuten.
Glücklicherweise hat nun endlich die Regenzeit begonnen und wir hoffen, dass die Menschen wenigstens ihre Felder bebauen dürfen.
Hier in der Schule arbeiten wir in den Büros und renovieren die Klassenzimmer. Nachdem die Lehrer und Ausbilder nicht arbeiten können, müssen wir nun versuchen, eine Lösung für die Bezahlung der Gehälter zu finden. Zur Zeit planen wir auch die Einrichtung von einem Unterrichtssaal für die Ausbildung von Elektrikern, die Solarinstallationen bestreiten werden. Wir planen bereits für die kommende Ausbil­dung und hoffen, dass in geraumer Zeit die Beschränkungen aufgehoben werden und dass wir damit beginnen können.

Für Eure gute Unterstützung bedanke ich mich recht herzlich. Ich wünsche Euch Gesundheit und ein baldiges Ende dieser schrecklichen Epidemie, die uns allen große Sorgen bereitet.

Herzliche Grüße

Euer Konrad

Comboni-Missionar Br. Elio vom Lacor Hospital Gulu schreibt:

Diese Sperre hat den Menschen enorme Probleme gebracht. Im Süden Ugandas, in Kampala, leben viele Tagelöhner von hier, jetzt ohne Arbeit. Sie können nicht nach Hause und haben große Sorgen, weil ihre Familien daheim sehr schwer an Nahrungsmittel kommen. Viele kranke Patienten können aus Mangel an Transportmitteln nicht ins Krankenhaus kommen und so sterben vor allem viele Kinder an Malaria, bevor sie das Krankenhaus erreichen. Viele Patienten haben auch hier im Krankenhaus keine Möglichkeit zurückzukehren und sind ohne Unterstützung von zuhause (Nahrung, Kleidung waschen, Pflege, was in Uganda üblich ist) und so leiden sie auch an Hunger, da sie nor­malerweise von den Angehörigen versorgt werden müssen. Viele kommen wegen dieser Probleme zu mir. Jedenfalls werden mehr Men­schen an den Folgen des Hungers sterben als am Corona-Virus. Nur 2 % der Bevölkerung ist über 60, und so kann der Virus eigentlich nicht viel bewirken. Lasst uns beten, dass diese Epidemie bald endet.

Euer Br. Elio

Br. Günther Nährich vom St. Kizito-Hospital in Matany schreibt zur Corona-Krise:

Liebe Freunde in der Heimat!
Wir haben uns gut vorbereitet durch Einrichtung einer Isolierstation und wir haben auch Personal geschult. Beschaffung von Schutzkleidung und Medika­menten wird immer schwieriger, es kommt zu Hamsterkäufen. Die Preise sind enorm gestiegen. Ein Infrarot-Thermometer zu 90 € kostet nun 325 Euro, ein normaler Fieberthermometer 70 Euro.

Auch Lebensmittel sind für einfache Leute nicht mehr bezahlbar. Sie müssen sich mit wildwachsendem Blattgemüse zufrieden geben, das nun Dank der Regenzeit überall wächst. In den Städten treiben diese Preise viele in eine Hungersnot. Die meisten wohnen auf engstem Raum und für sie bedeutet Ausgangssperre Hunger. Uganda hat keine Sozialstruk­turen, mit denen die Opfer der Krise aufgefangen werden könnten und auch nicht die Ressourcen, um die dramatischen Folgen für Betriebe und Geschäfte abzufedern. Die strengen Maßnahmen bringen Produktion und Handel zum Erliegen und die Folge ist Massenarbeitslosig­keit. Wir versuchen, aus der Situation mit Einsatz und Gottvertrauen das Beste zu machen.

Euer Br. Günther

Dr. Pamela Atim vom St. Josephs Hospital Kitgum schreibt:

Grüße von uns allen aus dem St. Josephs Hospital. Unser Krankenhaus war in den letzten Jahren stark von Spenden abhängig, da die Zuschüsse der Regierung fast ganz gestrichen wurden. Covid 19 hat unser Hospital nun vor große finanzielle Herausforderungen gestellt. Schutzkleidung und Medikamente kosten nun das Vielfache, da die Lieferanten die Situation ausnutzen. Einige wichtige Medikamente sind aufgrund von Problemen in der Lieferkette gar nicht mehr zu bekommen. Auch die Bezahlung von Gehältern von Mitarbeitern ist nach wie vor ein wachsendes Problem. Aufgrund fehlender Transportmöglichkeiten können viele Kranke nicht mehr ins Hospital kommen und so fehlen auch Patientengebühren.

Zudem hat die Röntgenabteilung mit einem alten und fehlerhaften Röntgengerät zu kämpfen, das die Untersuchungen stark beeinträchtigt und die Gefahr einer Schließung der Abteilung durch das Atomic Energy Council bringt. Die Schwestern- und Hebammenschule muss weiterhin geschlossen bleiben. Dank für all Eure Hilfe in so vielen Jahren.

Herzliche Grüße und bleibt gesund

Dr. Pamela Atim

Zum Schluss noch ganz herzliche Grüße von P. Josef Gerner und P. Robert Ocholla:

Durch die Corona-Krise stehen wir vor großen Herausforderungen. Viele Leute aus der Umgebung suchen nun Hilfe in der Pfarrei. Wir versuchen zu helfen, so gut wir können. Doch viele Menschen werden diese Zeit nicht überleben. Sie werden nicht an Corona sterben, sondern an den Folgen des Hungers. Unsere geschlossene Sekundarschule ist nun Isolationszentrum für Infizierte. Zur Zeit sind 45 Personen hier, darunter 4 Kinder. Wir müssen täglich das Essen für sie beschaffen.

Die Erweiterung unserer Kirche geht trotz Corona voran. Die Bauarbeiter von Br. Konrads Handwerkerschule in Gulu dürfen aber unsere Missionsstation nicht verlassen. Auch diese versorgen wir mit Essen und Unterkunft. Sie arbeiten gut und so gibt es doch auch in dieser besonderen Zeit etwas Positives. Euch allen Gottes guten Segen und Dank für Eure große Unterstützung.

Euer Pater Josef und Pater Robert



Mit diesen Nachrichten unserer Missionare möchte ich den Corona-Rundbrief beenden. Trotz der Einschränkungen hier bei uns können wir nur dankbar sein, in diesem Land zu leben. Wir werden weiterhin versuchen, unsere Missionare, Ärzte und Schwestern so gut wir können zu unterstützen. Dank für alle Eure bisherige Hilfe und liebe Grüße

Eure Helene Dingler und ihr Team

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Wenn Sie unser Projekt unterstützen möchten:
Kath. Kirchengemeinde Pater Gerner,
Konto. Nr. 341 100 20, Heidenheimer Volksbank,
BLZ 632 901 10
IBAN: DE34 6329 0110 0034 1100 20
BIC: GENODES1HDH



regelmäßige Termine
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regelmäßige Termine

Wichtiges/Besonderes/Termine

Bei der Aktion der Heidenheimer Zeitung "Unsere Hilfe zählt" sind wir mit 3 Projekten dabei:

- Waisen und ehemalige Kindersoldaten in Uganda
   brauchen Berufsausbildung (Handwerkerschule Gulu)

- Neubau Schwestern- und Hebammenschule
  St. Josephshospital Kitgum

- Südsudan: Hilfe aus Königsbronn für Bruder Bernhard

Mehr unter http://www.unsere-hilfe-zaehlt.de/




 Krankenstation in Opit
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