Von Königsbronn aus entstand im 15. und 16. Jahrhundert der Brenz folgend, Europas erstes Zentrum der Schwerindustrie. Seit 5. Juli 1529 wird die Wasserkraft des Brenzursprungs industriell genutzt. Unter dem bedeutenden Abt des Königsbronner Zisterzienserklosters Melchior Ruf wurde hier die erste Eisenschmiede gebaut. Weitere folgten im Laufe der Jahrhunderte.

Bereits 1652 erfolgte der Bau einer neuen Schmiede. Unter dem außergewöhnlichen Unternehmer Johann Georg Blezinger entstand hier 1772 ein über Deutschland hinaus bestauntes „Wunderwerk der Technik“ – ein gusseiserner Wasserkasten, von dem aus die 9 Wasserräder der beiden Hammerschmieden betrieben wurden. 1788 / 89 brach man eine dieser Anlagen für eine neue Schmiede ab.

1860 / 61 wurde auch dieser Bau durch einen weiteren Neubau ersetzt, es entstand das heute noch bestehende Gebäude der Hammerschmiede. Bereits wenige Jahre später wurde dieses Werk zur Walzendreherei umfunktioniert und Mitte des 20. Jahrhunderts als Produktionsstätte aufgegeben.

Die Hammerschmiede wurde ab 1956 zur Brenzturnhalle umgebaut. Später, nach einer kurzzeitigen Nutzung als Asylbewerberunterkunft wurde sie von einem Arbeitskreis ehrenamtlich nutzbar gemacht.

2008 beschloss der Gemeinderat, dieses einzigartige Gebäude im Rahmen der Ortskernsanierung umfangreich zu renovieren. Nach knapp einjähriger grundlegender Sanierung entstand nun zwischen der Brenz und dem ehemaligen Triebswerkskanal ein besonderes Schmuckstück – die „Hammerschmiede“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen allen Veranstaltungen in diesen historischen Räumlichkeiten einen harmonischen Verlauf.

Hausmeisterteam-Hammerschiede
Hausmeisterteam der Hammerschmiede